Der Stein im Reichstag


Wie ein Stein in Bewegung kommt - Gedanken die anstossen


Als gebürtiger Duisburgerin fallen mir ganz besondere Steine zu diesem Thema ein, Steine, die für die Menschen in meiner Heimat, dem Ruhrgebiet, volkstümlich auch "Kohlenpott" genannt, seit mehr als 200 Jahren Leben, Arbeit und Brot bedeutet haben: die Stein-Kohlen. Wahrhaftig, von diesen schwarzen Steinen ist viel Segen ausgegangen.

Schon im Mittelalter begann die Kohleförderung im Süden des heutigen Ruhrgebiets. Dass Steine in Glut geraten und Wärme spenden können, muss den Entdeckern dieser Eigenschaft als ein Gotteswunder erschienen sein. Nachdem sich im 19. Jahrhundert das Ruhrgebiet zu einem industriellen Ballungsraum entwickelt hatte, wurde die Arbeitsmöglichkeit im Bergbau, die Steinkohleförderung, zu einem Anziehungspunkt für Menschen anderer europäischer Länder, insbesondere aus dem Osten. Die gemeinsame Arbeit an den "Steinen" hat damals die Integration dieser "ausländischen" Arbeiter in wenigen Generationen zustande gebracht. - Ich bin stolz auf die grosse "Steinzeit" meiner Heimat und als Politikerin heute mit darum besorgt, dass auch neue "Bausteine" der Wirtschaft den Menschen im Ruhrgebiet das Leben sichern können.

 

Irmgard Karwatzki  
Irmgard Karwatzki, MdB CDU/CSU  


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Wer wird den Stein wegrollen?