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Esslingen
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"Zusammenfassung
Hauptvortrag von Frau Dr. Herrad Schenk":
In Ihrem Vortrag am 7. Oktober 2000 sprach die renommierte
Sozialpsychologin und Schriftstellerin Dr. Herrad Schenk
über den immer noch steinigen Weg der Frauen zur Macht.
In ihrer gesellschaftspolitischen Analyse thematisierte
sie verschiedene Steine, die Frauen in Kirche und Gesellschaft
im Weg liegen. Der größte Stolperstein für
Frauen sei die Mutterschaft, sagt Frau Schenk. Erst, wenn
sie Mutter werde, zeige sich die Benachteiligung der Frau,
und sie zeige sich, je mehr Kinder eine Frau bekommt. Kinder
zu haben, werde als Privatangelegenheit der Frau betrachtet.
In Zukunft müsse die Gesellschaft verstärkt Frauen
mit Kindern durch pädagogische Angebote unterstützen.
Zudem müssten Männer ihre Verantwortung für
die Erziehung der Kinder wahrnehmen. Als zweiten wichtigen
Stolperstein für Frauen hob die Autorin von Sachbüchern
und Romanen das ambivalente Verhältnis der Frauen zur
Macht hervor. Frauen seien zwar oft fachlich kompetent,
hätten aber nicht gelernt, Zweckbündnisse herzustellen.
Solidarität sei für sie im Beruf eine umfassende
Solidarität. Ihre männlichen Kollegen wären
dagegen besser in der Lage, Seilschaften zu knüpfen.
Mit ihnen sicherten sie ihre Machtpositionen. Um die Stolpersteine
aus dem Weg zu räumen, müssten Frauen den "Muttermythos"
kritisch hinterfragen, so Frau Schenk. Sie müssten
Netzwerke knüpfen und Bündnisse zwischen Frauen
schaffen, die sowohl in der Arbeitswelt als auch im privaten
Bereich tragfähig sind und die Durchsetzung der gesellschaftspolitischen
Ziele von Frauen ebenso wie die von Männern garantierten.
In diesem Zusammenhang hob die Schriftstellerin die Fähigkeit
von Frauen zur Teamwork und ihre Management-Qualitäten
hervor. Dies seien nach ihrer Ansicht gute Voraussetzungen,
bestehende Strukturen zu verändern.
Wer
wird den Stein wegrollen?
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