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Eine Frauenbewegung
besonderer Art erlebte das Bistum Osnabrück
am 9. Juni 2000: Rund 1.300 Frauen aus sechs
Konfessionen machten sich an diesem Tag
auf den Weg ins Kloster Frenswegen bei Nordhorn.
Aus dem Emsland, der Grafschaft Bentheim,
aus dem Raum Osnabrück, Twistringen
und aus Ostfriesland reisten die Frauen
an - ihr Ziel: der Ökumenische Frauentag
2000 mit dem Titel "Sterne - Steine
- Stolpersteine. Steine werden zum Weg".
Um es gleich vorwegzunehmen: Der Tag, veranstaltet
vom Referat Frauenpastoral/-verbände
im Bistum Osnabrück, wurde für
alle Beteiligten zu einem beeindruckenden
Erlebnis. Wir wollen an ausgewählten
Fotos deutlich machen, welchen verschiedenen
Spuren die Frauen im Rahmen des Frauentages
nachgingen. |

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wesentlichen Impuls für die Auseinandersetzung
mit dem gewählten Thema gab aber zunächst
die Landesbischöfin der ev.-luth. Kirche, Dr.
Margot Käßmann. In ihrer Predigt
im Rahmen des Eröffnungsgottesdienstes beschäftigte
sie sich mit der biblischen Oster-Erzählung
von den drei Frauen am offenen Grab, ihren Ängsten
und Hoffnungen, ihren Zweifeln, ihrer Kraft. Dabei
verlor die Bischöfin nie die Frauen heute aus
den Augen - im Gegenteil: Sie klagte Mißstände
an, mahnte und ermunterte Frauen, selbstbewusste
Zeuginnen des Evangeliums zu sein.
Ihr Schlusswort - ein Programm:
"Das Evangelium ist eine Mutmachgeschiche für
Frauen. Lasst uns das wahrnehmen. Der Stein ist
weggerollt. Nun sollten wir das Beste geben, was
wir haben, um Zeuginnen dieses Evangeliums, dieser
frohen Botschaft in unserer Zeit zu sein."
Foto: Trompeter/Käßmann/Paul (v.l.n.r.)
Ausdruck des gemeinsamen
Eintretens für die Ökumene war der Eröffnungsgottesdienst
des Ökumenischen Frauentages, den (v.l.) Pastorin
für Frauenarbeit Brigitte Trompeter (ev.-ref.
Landeskirche), Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann
(ev.-luth. Landeskirche Hannovers) und Generalvikar
Theo Paul (Bistum Osnabrück) zusammen feierten. |
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Sterne - Steine - Stolpersteine
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"Steine bearbeiten" wörtlich
genommen: Eine Steinmetzin gab in Frenswegen
einen Einblick in ihre Tätigkeit, die
immer wieder Beharrlichkeit und Anpassungsfähigkeit
erfordert.
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In zahlreichen Gesprächskreisen
ging es um die persönlichen Steine im Leben
von Frauen, aber auch um die Möglichkeiten,
sie aus dem Weg zu schaffen. Trotz überfüllter
Räume wurde in den Workshops intensiv gearbeitet. |
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"Vergessene Frauen der Bibel - Stolpersteine
oder Sterne?" So war die Ausstellung mit
Bildern von Gabriele Buismann, Aurich, überschrieben.
Mit großem Interesse näherten sich
viele Frauen der "Malerei auf Seide". |
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"Steine nehmen Gestalt an"
- Unter den Händen vieler Teilnehmerinnen
formten sich Ytong-Blöcke zu kleineren
und größeren Kunstwerken. Erstaunt
erkannten die Frauen ihre eigenen Gestaltungsmöglichkeiten
auf diesem Gebiet, die ihnen bislang verborgen
geblieben waren. |
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Prägend für die Atmosphäre des
Frauentages: Bea Nyga, die Gottesdienst
und Abschlussveranstaltung musikalisch gestaltete
und die Frauen beim "Offenen Singen"
in Bewegung brachte. |
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"Gespräche am Stein": Dr.
Ingeborg Tiemann, Referentin der Arbeitsstelle
Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz,
und Dr. Julie Kirchberg, Leiterin des Frauenreferates
im Bistum Osnabrück (nicht im Bild), moderierten
den Gedankenaustausch am Stein und luden ein,
den Stein auch einmal zu ertasten und erfühlen. |
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Steine
werden zum Weg
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Die
MitarbeiterInnen des ökumenischen Frauentages
mit den zum Weg gelegten Steinplatten und
einem Erinnerungsstein auf dem das Motto "Wer
wird den Stein wegrollen?" eingemeißelt
ist. |
Bleibendes
Zeichen ist dieser entstandene Weg, den die
Frauen mit ihren mitgebrachten Steinen gelegt
haben. Ein Weg aus schweren, belastenden Steinen,
aber auch aus bunten Schmuckstücken.
Ein Weg, der sichtbar macht, dass sich Wege
neu eröffnen, wenn Frauen aus ihrem Glauben
heraus ihre "Steine" zusammentun.
Dieser Weg liegt im Kloster Frenswegen, Nordhorn,
als Erinnerung an den ökumenischen Frauentag
und an das Stück Weg, das die Frauen
an diesem Tag gemeinsam und für sich
persönlich gegangen sind.
Jeder Stein trägt Spuren seiner Geschichte
in sich. Zusammengetragen werden sie zum Weg,
der begehbar ist! |
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| Die
Steine fügen sich zum Weg. Mit dieser symbolischen
Handlung - Frauen aus sechs Konfessionen gestalten
mit ihren Steinen einen Weg - wurde der Ökumenische
Frauentag beendet. So unterschiedlich die Steine,
so unbequem der aus ihnen geformte Weg - im Kloster
Frenswegen, wo die Gesteinsplatten einen festen
und dauerhaften Platz erhalten, werden sie Zeugnis
ablegen von den Ängsten und Hoffnungen, den
Zweifeln und der Kraft, die die 1.300 Frauen beim
Ökumenischen Frauentag 2000 bewegt haben.
Zuvor hatte Dr. Ingeborg
Tiemann einen persönlichen Tagesrückblick
gehalten: In sechs Spuren zeichnete sie die gewonnenen
Eindrücke und Erfahrungen nach und verknüpfte
sie mit Fragen der Kirche und des Glaubens, biblischen
Texten und - nicht zuletzt - den (Stein-)Erfahrungen,
die Frauen im Land der Bibel noch heute machen.
In diesem Zusammenhang konnte Ingeborg Tiemann auch
das Ergebnis der Kollekte zugunsten des Projektes
"Women Advocating for Peace" bekannt geben,
das sich auf 8.000DM belief.
Der herzliche Dank
der Veranstalterinnen des Ökumenischen Frauentages
2000 gilt allen, die sich in der Vorbereitung und
Durchführung dieses Tages engagiert haben,
ganz besonders jedoch dem Vorbereitungsteam, dem
Vertreterinnen folgender Organisationen angehörten:
Ev. Frauenwerk im Sprengel Osnabrück; Ev.-ref.
Kirche, Frauen-Arbeitsgemeinschaft Grafschaft Bentheim;
Ev.-altref. Frauenbund Bentheim/Ostfriesland; Frauen
der ev.-freikirchl. Gemeinde Nordhorn; Herrnhuter
Brüdergemeine; Kath. Erwachsenenbildung; Ev.
Erwachsenenbildung Emsland/Bentheim; Kath. Frauengemeinschaft
Deutschlands. |
Kontaktadresse:
Frauenreferentin Hanne Büker,
Telefon 0591 / 61061-15
Fax: 0591 / 6106123
Frauenreferentin Bärbel Grote
Tel. 0591/6102-250
Fax 0591/6102135
Wer
wird den Stein wegrollen?
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