| In den Veranstaltungen
zum bundesweiten Projekt der Frauenseelsorge "Wer
wird den Stein wegrollen?" baten wir um Unterstützung
für das Projekt "Women Advocating for
Peace" im Heiligen Land. Die Anregung für
diese Partnerschaft kam vom Deutschen Verein vom
Heiligen Lande, der den Stein für uns im Land
der Bibel beschaffte und für dessen Transport
nach Deutschland sorgte.
"Women Advocating for Peace"
fördert im Rahmen des "Jerusalem Link"
die Begegnung und Verständigung zwischen Israelinnen,
und Palästinenserinnen, d.h. christlichen,
jüdischen und moslemischen Frauen. In breit
angelegten, langfristigen Seminaren und Workshops
kommen die Sichtweisen und Erfahrungen der verschiedenen
Seiten zur Sprache. Es geht darum, gemeinsam nach
Wegen für eine Verständigung miteinander
zu suchen. Auf diese Weise wird - sozusagen unterhalb
und als Basis der politischen Verhandlungen - ein
Netzwerk der Verständigung zwischen Menschen
beider Völker geknüpft.
"Women Advocating for Peace"
gehört zu den Non-Governmental-Organisations,
d.h. zu den nichtstaatlichen Einrichtungen. Sie
wird durch Gelder der Vereinten Nationen, der Europäischen
Gemeinschaft und durch Spenden finanziert. Prof.Dr.Dr.h.c.
Sumaya Farhat-Naser, Biologin und bis vor einigen
Jahren an der Universität Birzeit bei Ramalla
tätig, ist Direktorin des 1994 / 1995 entstandenen
Projekts. Sie ist seit langer Zeit in der Frauenarbeit
und in der Friedensbewegung auf palästinensischer
Seite engagiert. Die Leitung des Projekts ist mit
Israelinnen und Palästinenserinnen paritätisch
besetzt. Sowohl in Ost- wie in Westjerusalem unterhält
das Projekt jeweils auf der israelischen bzw. der
palästinensischen Seite ein Büro.
Frauenbildungsarbeit und die
Förderung der Begegnung zwischen Frauen verschiedener
Herkunft und Prägung bringt Steine in Bewegung.
Dies ist die Erfahrung der Frauen, die bei "Women
Advocating for Peace" mitarbeiten. In einer
Region, in der es bisher nur wenige gesellschaftliche
Orte der Verständigung gibt, wird dieser Dialog
häufig gerade von Frauen vorangetrieben. Von
dieser Erfahrung können wir hier in Deutschland
lernen. Die Unterstützung von "Women Advocating
for Peace" durch das Projekt der Frauenseelsorge
"Wer wird den Stein wegrollen?" kann vielleicht
zum Eckstein für eine langfristige Partnerschaft
von palästinensischen und israelischen Frauen
mit Frauen in Deutschland werden.
Als Ausdruck unserer Verbundenheit mit dem Engagement

der Frauen im Heiligen Land baten wir um finanzielle
Unterstützung von "Women Advocating for
Peace". An den Orten der Veranstaltungen zum
Projekt "Wer wird den Stein wegrollen?"
gaben wir im Tausch für eine Spende eine von
Frauen in Werkstätten bei Bethlehem gefertigte
Ansteck-Taube aus Perlmut aus. Diese Taube ist Symbol
unseres gemeinsamen Ringens um Frieden und Gerechtigkeit,
für eine eigenständige Lebensgestaltung
von Frauen.
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Verwendung der Spendengelder
Aufgrund der politischen Situation ist das Projekt "Women Advocating for Peace" in die Krise geraten und das Zentrum wurde geschlossen. Es wurde beschlossen, das Geld für Friedens- und Dialogarbeit zwischen palästinensischen und israelischen Frauen auszugeben.
Der Großteil des Geldes aus dem Steinprojekt ist über den deutschen Verein vom Heiligen Land an Projekte von Frau Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser gegangen, außerdem wurde ein Ausbildungsprojekt in Qubeiba (Ausbildung zur Kranken¬schwester, Hauswirtschafterin, …) und die Arbeit des Parents`Circle im Rahmen der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem unter¬stützt.
Die restlichen Spendengeldern aus dem Stein-Projekt in Höhe von 5.288,19 € sind an Misereor überwiesen worden und es wird damit das Projekt „Weiterbildung für jüdische, muslimische und christliche Frauen in Menschenrechtsfragen“ der Organisation „Rabbis for Human Rights“ gefördert.
Den Bericht von Misereor über die bisherige Arbeit des Projekts können Sie sich als pdf-Datei herunterladen:
Bericht von Misereor (PDF-Dokument, 19 KB)
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