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Der Stein,
der vom Grab Jesu weg gerollt war, ist den Frauen
des Osterevangeliums ein Zeichen der Auferstehung.
Deswegen wird der STEIN, der im Jahr 2000 durch
fast 30 deutsche Orte von Nord nach Süd, von
Ost nach West gewandert ist, nach seiner Reise auch
nicht beiseite geschafft. Vielmehr bleibt er stehen,
sichtbar und berührbar, als Zeichen dafür,
dass auch unverrückbar erscheinende Steine
bewegt werden können. Er ist eine Herausforderung,
sich mit Steinen auseinanderzusetzen, die Frauen
im persönlichen Leben, in der Gesellschaft,
der Kirche sowie zwischen Kulturen und Religionen
erleben.
Warum der STEIN im Kloster Helfta steht
- Das
Kloster Helfta ist traditionell ein Ort der Spiritualität
von Frauen. Im 13. Jahrhundert haben hier die
drei Mystikerinnen Mechthild von Magdeburg, Mechthild
von Hackeborn und Gertrud die Große gelebt
und ihre Werke verfasst.
- ·Wegen
dieser gemeinsamen Tradition der Mystik ist der
STEIN in Helfta eine Herausforderung zur ökumenischen
Zusammenarbeit. Denn das Kloster will ein Lernort
der Mystik sein, der besonders von weiblicher
Spiritualität geprägt ist.
- ·Helfta
liegt vor den Toren von Lutherstadt Eisleben in
Sachsen-Anhalt. Kirche hat sich hier im säkularen
Umfeld zu bewähren. So steht der STEIN auch
für die Überwindung von Mauern, für
die Verständigung zwischen Ost und West.
Er lädt ein zum Dialog zwischen Nord und
Süd und zum Ringen um Frieden über Grenzen
von Ländern, Kulturen und Religionen hinweg.
(PD Dr. Hildegund Keul – Bonn, Pfarrerin Hanna
Manser – Magdeburg)
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