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Ein fünfjähriges Mädchen
sitzt am Brunnenrand. Das Wasser ist trübe, die Spritzigkeit
der Quelle ist nicht zu sehen und zu spüren. Die Bänke
im Klosterinnenhof sind leer. Dazwischen der große Stein
mit Inschrift Wer wird den Stein wegrollen.
Dieses Foto entstand beim ökumenischen
Frauentag in Frenswegen (Nordhorn) und es hat mich nachdenklich
gestimmt. Wie sieht die Zukunft für unsere Kinder, für
unsere Töchter innerhalb der Kirche aus? Ist für sie
der christliche Glaube Lebensorientierung, sind unsere Kinder,
unsere Töchter vereinzelt noch anzutreffen? Oder sind die
Bänke leer? Ist der christliche Glaube für sie spritzige
Quelle oder trübes Wasser?
Hoffnung gibt mir der Stein mit seiner
Inschrift und den dahinter liegenden Anliegen und Aktionen. Dieser
Stein bringt Frauenthemen innerhalb der Kirche in die Öffentlichkeit.
Er zeigt, wie engagiert Frauen sich einsetzen, auf Stolpersteine
und Hindernisse aufmerksam machen und sich beharrlich in unserer
Kirche einmischen. Innerhalb der Kirchengeschichte haben auch
wir große Vor- und Mit- streiterinnen gehabt. Große
Frauen, die kleine und große Steine bewegten, weil sie
hinter den schwer zu bewegenden Steinen das Licht, die Hoffnung,
die Zukunft der Kirche sahen.
Dieses Foto hat mich erneut aufmerksam
gemacht, wie wichtig unser Engagement für uns Frauen in
unserer Zeit ist, damit unsere Kinder, unsere Töchter eine
Grundlage und eine Zukunft im christ- lichen Glauben haben auf
die sie aufbauen können.
Die Zukunft gehört denen,
die der nachfolgenden Generation Grund zur Hoffnung geben.
(Teilhard de Chardin) |