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Drei Frauen machen sich am frühen
Ostermorgen auf den Weg, um Jesus zu salben - ihm einen letzten
Liebesdienst zu tun. Die Sorge, dass es da einen unüberwindlich
scheinenden Stein gibt, lässt sie nicht aufgeben.
Frauen von heute liegen vielfach Steine
im Weg: in ihrem Beruf - wenn sie mehr können müssen
als Männer, um etwas zu gelten; in ihrer Partnerschaft -
wenn sie Wege aus althergebrachten Rollenzuschreibungen suchen;
in der Kirche - wenn sie sich für einen Verbleib der katholischen
Kirche in der gesetzlichen Schwangerschaftskonfiktberatung einsetzen;
in der Gesellschaft - wenn sie eine gerechte Altersversorgung
für Frauen einfordern ...
Die drei Frauen am Ostermorgen erfahren:
dieser Stein, der Tod und Leben voneinander trennte, ist
weggerollt. Durch Christi Auferstehung ist der Tod auf das Leben
hin geöffnet. Diese Ostererfahrung sollen die drei Frauen
verkünden: "Nun aber geht und sagt ..." (Mk. 16,7).
Diese Ostererfahrung kann uns Frauen heute ermutigen, wenn wir
auf Versteinerungen und Sperren treffen. So können Frauen
heute erfahren und sagen: Der Stein ist schon weggerollt. |