Betrachtungen
zur Bibelstelle


 Der Text und eine erste Annäherung

 März:
Unter Schreien und Schmerzen zur Nachfolge geboren

 April:
Meditation zu Mk 16,1-8

 Mai:
Wer wird uns den Stein vom Grab wegrollen? …

 Juni
Gedanken zur "Schutzengelaktion" von missio

 Juli
Einmal werden die Steine leicht auf unseren Gräbern liegen ...

 August
Gemeinsam auf dem Weg

 September
Interpretation zu Mk 16,1-8

 Oktober
Die Frauen am Grab - Wenn ein Stein ins Rollen kommt

 November
Die Frauen am Grab

 Dezember
Wer rollt den Stein vom Grab weg? - "Spiritualität des Nichtaufgebens"

 Januar 2001
Nachdenkliches zu Mk 16,1-8

 Februar 2001
Wer wird den Stein wegrollen?
Brief von Maria von Magdala


 März 2001
Der Stein und das Diakonat der Frau

 April 2001
Mein Weg mit
Markus 16, 1-8

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Bild-Dokumentation zum Frauentag

Der Text der Pressemeldung vom Tag


Wer wird den Stein wegrollen?

Limburger Frauentag knüpfte an an ein bundesweites Projekt der Frauenseelsorge

LIMBURG (ids). - "Wer wird den Stein wegrollen?" Diese Frage der drei Frauen auf ihrem Weg zum Grab Jesu war als Motto über den "Tag der Frauen" der diesjährigen Limburger Kreuzwoche am Mittwoch, 13. September, gestellt worden. Der Tag reihte sich so in ein bundesweites Projekt der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz ein, das unter dem gleichen Motto steht. Denn seit Ostern nimmt ein Stein, der den biblischen Grab-Rollsteinen nachgebildet ist, seinen Weg durch die deutschen Diözesen. Bis Freitag, 15. September, steht dieser Stein vor dem Limburger Dom - Anlass für die Frauen im Bistum, ihn in den Mittelpunkt ihres Tages zu stellen.

Am Beginn des "Tages der Frauen" stand ein Gottesdienst im Dom mit Weihbischof Gerhard Pieschl. Seine Predigt begann der Weihbischof mit der Überlegung, was für ihn wohl das wichtigste zum Verkünden wäre, wenn er nur eine einzige Messe, eine einzige Predigt zu halten hätte. "Zwei Worte, zwei lebensrettende Worte würde ich zu sagen haben: Christus ist auferstanden - im Russischen nur zwei Worte." Mit diesen Worten - Christus ist auferstanden - verbinde sich für ihn ein tiefgreifendes Erlebnis aus seiner Kindheit, als sich im Krieg russische Truppen seinem Heimatdorf näherten. Die ganze Familie habe sich damals im Hause bei geöffneten Türen versammelt und auf die Soldaten gewartet. Als diese das Haus stürmten, habe sein Opa die Soldaten mit den zwei russischen Worten begrüßt. "Und die Soldaten haben geantwortet: Ja, er ist wirklich auferstanden. Selbst nach 40 Jahren roter Revolution hatten diese Worte bei den Soldaten den richtigen Widerhall gefunden. Und wir waren gerettet."

Anders als der Titel des Buches "Der Tod und ich, wir zwei", das zu Ostern in den Schaufenstern der Buchhandlungen lag, müsse der Titel im Schaufenster der Kirche lauten: Der Tod und ich, wir drei. Für Christen gelte, dass neben ihnen der Auferstandene stehe, der, der den Tod überwunden habe, der, der auch uns das Leben über den Tod hinaus geschenkt habe. "Der Stein ist weggerollt. Das Grab ist leer. Christus ist von den Toten auferstanden. Aus diesen Sätzen gewinnen wir das Leben."

Nach dem Gottesdienst führte die Frauen ein mit Spielszenen gestalteter Weg in die Limburger Stadthalle, wo nach der Mittagspause eine breite Palette an Workshops, Arbeitskreisen und Aktionsangeboten vielfältige Auseinandersetzungsformen mit dem Thema "Stein" ermöglichten. Wie sich Frauen schon in der Vorbereitung auf den "Tag der Frauen" mit dem "Stein" beschäftigt hatten, zeigte außerdem der "Steingarten", eine Ausstellung von unterschiedlichst gestalteten Steinen im Garten des Dompfarrhauses. Zum Abschluss des Tages fand eine von Frauen gestaltete Liturgie am Stein vor dem Dom statt, wo nochmals musikalische, tänzerische und gesprochene Elemente eine Annäherung an die Thematik boten. (ID00385)