Gedankensplitter zum Thema "Stein"
 
  • Nahezu unvergänglich die Jahrzehnte überdauerndes Material - je nach Umgebungstemperatur warm, heiß oder kalt sich anfühlend - sehr hart oder auch porös, man kann es bearbeiten. Eine Steinmauer speichert die Wärme eines Sommertages und intensiviert die Düfte der Pflanzenwelt.

  • Ich bin mit meinem Mann oft in Norwegen unterwegs und bin immer wieder beeindruckt, wie Wasser die Steine formt. Wir stehen an den Wasserfällen und freuen uns, was aus dem felsigen Gestein für neue Formen entstehen.

  • Glatte Steine fühlen sich gut an, aber Steine mit Einschüssen, Ecken und Kanten faszinieren mich immer wieder, besonders wenn noch kleine Kristalle zu sehen sind.

  • Ich habe einige Steine, Mineralien, und Fossilien gesammelt: Es gibt so viele verschiedene Strukturen, Farben und Formen. Kein Stein gleicht dem anderen (wie bei uns Menschen).

  • Meine Oma riet mir immer: "Kind setz dich nicht auf die kalten Steine, das ist ungesund", aber ich antwortete ihr: "Die Steine sind von der Sonne gewärmt, da kann ich mich draufsetzen."

  • Beim Wandern freue ich mich immer über einen großen Stein am Wegesrand für die Ruhepause.

  • Bei "Stein" fallen mir viele Geschichten ein, z.B.: Ich wurde zu einem Geburtstag eingeladen. Und siehe da, anstelle von Tischkarten gab es wunderhübsche "Schmusesteine" mit Namen. Die Idee fand ich wirklich hervorragend.

    Genauso beeindruckend finde ich immer wieder die Steine auf den Grabsteinen jüdischer Menschen. Jeder kann sich dazu eine Geschichte ausdenken. Ich meine immer, daß dieser Brauch aus der jüdischen Geschichte kommt: Mose Gang durch die Wüste "Viele Steine gab es und wenig Brot".

  • Kindheitserinnerung:
    Eiskalter Winter, ich freute mich auf mein warmes Bett. Wer hatte es vorgewärmt? Meine Mutter. Sie hatte Steine im Kachelofen vorgewärmt und in das Bett gelegt. Was für ein herrliches Gefühl in dieses warme Bett zu kommen. Gefühle der Wärme, der Geborgenheit, - warme Steine - verbunden mit der Liebe und Fürsorge der Mutter.

  • Steine, die mir in meinem Leben in den Weg gelegt wurden, waren oft Hindernisse. Hindernisse, die nicht wegzuräumen waren. Eigene Wünsche, Bedürfnisse konnten nicht erfüllt werden. Im Nachhinein betrachtet waren diese Steine notwendig und sehr nützlich.

  • Wünsche:
    Ein einfacher, schlichter Grabstein. Ein Naturstein - unbehandelt.

  • Der Kalkstein von Jerusalem - bei Sonnenaufgang ist er rosenfarbig, am Mittag fast weiß, am Abend golden... Wenn diese Steine Augen hätten und einen Mund... es wäre nicht auszudenken... oder doch?
 
Diese Geschichte wurde uns vom Frauenkreis St. Marien, Hünfelden-Kirberg, eingesandt.